Die Geschichte der Schauspielschule

Der Gründer: Prof. Dr. David Esrig

Gründer der Schauspielschule

David Esrig ist ein international bekannter, deutsch-rumänischer Regisseur. Viele seiner Inszenierungen sind bis heute legendär, etwa „Rameaus Neffe“ (Diderot), „Troilus und Cressida“ (Shakespeare), „Doktor Faustus“ (Marlowe) oder „Nachtasyl“ (Gorki).

Er wurde unter anderem mit folgenden Preisen ausgezeichnet:

Preis des “Theätre des Nations” 1965, Preis der französischen Kritik für die beste ausländische Inszenierung 1964/65 (zusammen mit Zeffirelli), Preis des BITEF-Festivals 1967 in Belgrad (zusammen mit J. Gro-towski und O. Krejca), Preis für die Erneuerungen alter Theatertraditionen (BITEF-Belgrad 1973).

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Gründungsidee der Schauspielakademie

Nach Jahren in leitenden Funktionen und als Regisseur an Staats- und Stadttheatern und als Hochschullehrer beschloss Prof. Dr. David Esrig, nachdem er mit dem Stand und der Praxis des Theaters unzufrieden war, eine exklusive Ausbildungsstätte und ein Labor für neue Formen existenziellen Spiels zu gründen.

1994 Eröffnung der neuen Schauspielakademie

Das von David Esrig erarbeitete inhaltliche und organisatorische Konzept der Athanor-Akademie wurde Anfang 1994 vom Bayerischen Unterrichtsministerium genehmigt. Träger der Akademie wurde der Verein Athanor zur Förderung der Kunst des Theaters. Das Jahr 1994 diente der organisatorischen und inhaltlichen Vorbereitung des Akademiestarts. Im Februar 1995 wurde die neue exklusive Akademie eröffnet.

1996 Staatlich anerkannte Fachakademie

Gründungsstandort war Burghausen, zunächst das Mautnerschloss und ab Februar 1996 der eigens für die Athanorakademie umgebaute ehemalige Haberkasten auf der historischen Burg. Nach fünf Jahren erfolgreicher Arbeit erhielt die Akademie den Status einer privaten, staatlich anerkannten Fachakademie.

2015 Umzug nach Passau

Seiner internationalen Ausprägung gemäß suchte und fand die erfolgreiche Akademie ein noch geeigneteres Haus in einem urbaneren und kulturell vernetzten Umfeld: seit Herbst 2015 befindet sie sich nun in der Universitätsstadt Passau. Sie bietet dort in noch mehr und größeren Räumen mit ihren 35 internationalen und erfahrenen Dozent/innen eine zeitgemäße Ausbildung und ein Labor für neue Formen des darstellerischen und performativen Ausdrucks. In den letzten Jahren sind die Studierenden der Akademie zum Berliner Theatertreffen und zu Festivals wie “Radikal Jung” eingeladen worden, wurden Ensemblemitglieder oder spielten die Hauptrollen in Kinofilmen. Unsere Dozent*innen sind preisgekörnte junge Filmemacher, gewannen als HBO-Serienregisseurinnen und als Filmschauspieler 2019 Grimme-Preise.

Zahlreiche Aufführungen

Von Beginn an wurden die von den Studierenden im Rollenunterricht erarbeiteten Szenen und Filme sowie die ersten Inszenierungsübungen der Regiestudierenden auch öffentlich gezeigt – in der Aula der Akademie auf der Burg und in neu entdeckten Spielstätten in und außerhalb der Akademie (Musikschule, Kloster Raitenhaslach, Autowerkstatt „Freundlhalle“ und etc.).

Erfolge und Kooperationen

Im Laufe der dreißig Burghausener Jahre wurden insgesamt über 1.800 öffentliche Aufführungen erarbeitet und präsentiert: Inszenierungen, Filme, szenische Collagen, Lesungen, Gesangsabende, offene Proben und vieles mehr. Gäste waren Theatergrößen wie Ivan Nagel, Rudolf Noelte, Dieter Dorn, Roberto Ciulli, Hellmuth Matiasek etc. Schüler waren u.a. David Bösch, Daniel Christensen, Manuel Harder oder Karen Breece. Am Salzburger Landestheater inszenierte David Esrig, unter Beteiligung mehrerer Studierender unseres Gründerjahrgangs, Shakespeares „Romeo und Julia“. Kooperiert wurde mit der Königlichen Schauspielschule in Glasgow sowie mit der Theaterakademie in Limoges.