Alumni
Alumni der Akademie
Regisseurin, Drehbuchautorin, Künstlerische Leiterin
Anja Dechant-Sundby
(weiblich)
Persönlichen Details
Name
Anja Dechant-Sundby
Berufsbezeichnungen
Regisseurin, Drehbuchautorin, Künstlerische Leiterin, Locationscout, Produzentin
Ausbildungsinstitution
Athanor Akademie für Darstellende Kunst, Burghausen
Jahrgang
1999
Wirkungsraum
Deutschland (bundesweit), Großbritannien, International (Freilichtbühnen)
Hauptinstitutionen
Naturbühne Trebgast** (Künstlerische Leitung)
Anja Dechant-Sundby inszeniert Festivals – nicht als periphere Kulturveranstalterinnen, sondern als künstlerische Leiterin, die zwei komplexe Freilichtbühnen gleichzeitig führt. Geboren 1976 in Oberfranken, entdeckte sie bereits in der Schulzeit ihre Leidenschaft für Film, Fernsehen und Theater. Mit 18 Jahren begann sie ihr Regiestudium an der ATHANOR AKADEMIE FÜR THEATER UND FILM in Burghausen.
Dechant-Sundby studierte Regie an der Athanor – eine Ausbildung, die Praxis mit künstlerischer Haltung verband. Nach ihrem Abschluss 1999 zog es sie zunächst nach Glasgow (Schottland), dann nach Hamburg – beide Orte Stationen ihrer künstlerischen Entwicklung.
Sieben Jahre sammelte Dechant-Sundby Erfahrung in der Film- und Fernsehbranche: als **Regieassistentin** für den renommierten Regisseur Dieter Wedel, als **Drehbuchautorin** für Fernsehsendungen, als **Locationscout**. Das war nicht Umweg, sondern Vertiefung – die Erkenntnis, wie visuelle Erzählung funktioniert.
2007 zurück nach Oberfranken – nicht als Rückzug, sondern als bewusste Entscheidung. Hier baute Dechant-Sundby ihre Arbeit auf: Freilichttheater bei der **Naturbühne Trebgast**, Zusammenarbeit mit dem **Landestheater Oberpfalz**, Regie bei der **Studiobühne Bayreuth**. Das Freilichttheater wurde ihr Spielfeld – aufwendige Inszenierungen, Klassiker, psychologische Dramen.
Seit 2021 **Künstlerische Leiterin der Rosenberg Festspiele Kronach** – eine der Hauptbühnen Oberfrankens. Gleichzeitig behielt sie die künstlerische Leitung der **Naturbühne Trebgast**. Das ist nicht Karriere-Akkumulation, sondern künstlerische Verantwortung: Zwei Festivals parallel zu steuern bedeutet ständige Präsenz, rasche Entscheidungen, Risiko.
Ihre Regie spannt einen Bogen: aufwendige Freilichtaufführungen („Die Wanderhure"), Klassiker (Oscar Wildes „Ernst sein ist alles", Carlo Goldonis „Mirandolina"), Märchentheater („Das Dschungelbuch"), psychologische Dramen (Lot Vekemans „Gift", Duncan Macmillans „All das Schöne"). Keine Spezialisierung, sondern **künstlerische Breite**.
Mit ihrem Ehemann Sigurd Sundby (Schauspieler & Dramaturg) plant Dechant-Sundby Großes: ein festes, **ganzjährig bespielbar Theater** mit 200–250 Plätzen im Umgriff der Naturbühne Trebgast. Nicht Tourismus-Theater, sondern „eine lebendige Spielstätte im Herzen Oberfrankens" – eine kulturelle Infrastruktur für die Region.
Dechant-Sundby arbeitet konsequent im Freilichttheater – eine Kunstform, die oft unterschätzt wird. Freilicht bedeutet nicht Kommerz, sondern **Herausforderung**: Natur als Kulisse nutzen, Wetter managen, hunderte Zuschauer ohne geschlossene Bühne fesseln. Ihre Inszenierungen zeigen, dass Freilicht Klassiker nicht verdummt, sondern vergrößert.
In Interviews beschreibt sich Dechant-Sundby als „Feuerlöscher" – sie reagiert, lenkt, greift ein, aber ohne Starallüren. Das ist eine Haltung: Der Regisseur ist Dienstleister der künstlerischen Idee, nicht deren Überzeich ner.
Als Künstlerische Leiterin zweier Festivals verwaltet Dechant-Sundby nicht nur Budgets und Termine, sondern **setzt künstlerische Programmatik**. Sie wählt Stücke, Darsteller, inszeniert selbst. Das ist politisch: Die Wahl der Klassiker („Ernst sein ist alles", „Mirandolina") und zeitgenössischen Stücke definiert, wer sich sehen darf und was als wichtig gilt.
Mit ihrem Ehemann Sigurd Sundby (Schauspieler, Dramaturg, Übersetzer) agiert Dechant-Sundby als künstlerisches Paar – nicht symbiotisch, sondern arbeitsteilig. Er schreibt Bühnenadaptionen, spielt Hauptrollen, sie leitet und inszeniert. Das ist **kein Kompromiss, sondern Kunstform**.
Berufliche Erfolge
| Jahr | Meilenstein / Ereignis | Bereich | Institution / Ort | Besonderheiten & Kontext |
|---|---|---|---|---|
| 1976 | Geburt | Persönlich | Oberfranken, Deutschland | Aufwachsen in Oberfranken • Frühe Entdeckung von Leidenschaft für Film, Fernsehen und Theater |
| ca. 1994 | Erste Praktika (Schulzeit) | Film, TV, Theater | Verschiedene Institutionen | Während der Schulzeit bereits praktische Erfahrung sammeln • Frühe künstlerische Initiative |
| ca. 1994–1999 | Regiestudium | Ausbildung | Athanor Akademie für Darstellende Kunst, Burghausen | Film- und Theaterregie • Mit 18 Jahren Studienbeginn • Künstlerische Grundausbildung unter David Esrig-Tradition |
| 1999 | Abschluss Athanor Akademie | Ausbildung (Abschluss) | Athanor Akademie, Burghausen | Regieausbildung abgeschlossen • Beginn des freiberuflichen Lebens |
| 1999–2002 | Glasgow (Schottland) | Regie | Glasgow | Erste Station nach Athanor • Internationales Abenteuer • Künstlerische Weiterentwicklung |
| 2002–2007 | Hamburg: Film & Fernsehen | Film, TV, Drehbuch | Hamburg, Deutschland | **Regieassistentin** für Dieter Wedel (renommierter Regisseur) • **Drehbuchautorin** für Fernsehsendungen • **Locationscout** • 7 Jahre Erfahrung in professioneller Filmproduktion • Technische & erzählerische Meisterschaft |
| 2007 | Rückkehr nach Oberfranken | Persönlich / Wirkungsort | Oberfranken, Weismain | Bewusste Entscheidung: Rückkehr in die Heimat • Etablierung in der oberfränkischen Theaterlandschaft • Mit Familie |
| 2007–2021 | Freilichttheater-Arbeit in Oberfranken | Regie (Freilicht) | Naturbühne Trebgast, Landestheater Oberpfalz, Studiobühne Bayreuth | Aufbau einer künstlerischen Präsenz in der Region • Spezialisierung auf Freilichttheater • Inszenierungen von Klassikern bis Zeitgenössisches • Zahlreiche Festival-Erfolge • 14 Jahre kontinuierliche Arbeit |
| 2007–2020 | Ehepartnerschaften & künstlerische Kollaborationen | Künstlerisches Paar | Mit Sigurd Sundby (Schauspieler, Dramaturg) | Theaterehe: gemeinsame künstlerische Vision • Sigurd spielt Hauptrollen, schreibt Adaptionen • Anja inszeniert • Nicht Symbiose, sondern Arbeitsteilung |
| 2021 | Künstlerische Leiterin Rosenberg Festspiele Kronach | Leitungsposition (Kunst) | Rosenberg Festspiele Kronach | **Künstlerische Leiterin seit 2021** • Einer der Hauptfestivals Oberfrankens • Verantwortung für künstlerische Programmgestaltung, Inszenierungen, Casting • Parallel: weiterhin künstlerische Leitung Naturbühne Trebgast |
| 2021–heute | Doppel-Leitung: Rosenberg Festspiele & Naturbühne | Leitungsposition (Kunst) | Kronach & Trebgast parallel | **Künstlerische Leitung zweier Festivals gleichzeitig** • Freilicht-Spezialisierung auf höchster Ebene • In Interview: „Meinen letzten freien Tag hatte ich im März“ • Vollständiges Commitment |
| 2021–2024 | Großprojekt: Neues Theater in Trebgast | Infrastruktur / Visionen | Wehelitzer Berg, Trebgast | Mit Sigurd Sundby Planung eines **festen, ganzjährig bespielbaren Theaters** • Kapazität: 200–250 Zuschauer • Vision: „eine lebendige Spielstätte im Herzen Oberfrankens“ • Noch in Planungsphase, aber strategisch zentral |
| 2024–heute | Kontinuierliche künstlerische Leitung & Inszenierungen | Regie & Leitung | Rosenberg Festspiele, Naturbühne Trebgast | Aktuelle Inszenierungen 2024–2025: „Der gestiefelte Kater“, weitere Märchen und zeitgenössisches Repertoire • Beständigkeit in künstlerischer Verantwortung |
Auszeichnungen, Preise & Anerkennungen
| Jahr | Auszeichnung / Anerkennung | Kategorie | Institution / Veranstalter | Kontext & Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| 2007–2020 | Künstlerische Präsenz in Oberfranken | Regionale Anerkennung | Naturbühne Trebgast, Landestheater Oberpfalz, Studiobühne Bayreuth | • 13 Jahre kontinuierliche Arbeit an renommierten oberfränkischen Bühnen • Etablierung als Regisseurin der Region • Spezialisierung auf Freilichttheater anerkannt |
| 2017 | Gala-Premiere „Mirandolina“ | Künstlerische Anerkennung | Rosenberg Festspiele Kronach | • Carlo Goldoni-Klassiker • Hochkarätige Premiere-Inszenierung • Mit etablierten Schauspielern (Andreas Gräbe als Marquis) • Zeigt künstlerisches Vertrauen des Festivals |
| 2017 | „Das Dschungelbuch“ – Publikumserfolg | Künstlerische Anerkennung | Rosenberg Festspiele Kronach & Naturbühne Trebgast | • **Touring-Produktion**: Spielte an mehreren Bühnen • Wochenspiegel Sachsen: „bis zum letzten Platz besetzt, stürmischer Applaus“ • Familientheater mit künstlerischem Anspruch • Wiederholte Spielzeiten durch Publikumsnachfrage |
| 2021 | Künstlerische Leiterin Rosenberg Festspiele Kronach | Institutionelle Auszeichnung (Höchste) | Rosenberg Festspiele Kronach | • **Seit 2021 Künstlerische Leiterin** • Eines der Hauptfestivals Oberfrankens • Verantwortung für künstlerische Programmgestaltung, Inszenierungen, Casting • Festival vertraut ihr die künstlerische Zukunft an • Diese Position ist höchste Form der professionellen Anerkennung |
| 2021–heute | Künstlerische Leitung Naturbühne Trebgast (parallel) | Institutionelle Auszeichnung | Naturbühne Trebgast | • Weiterhin künstlerische Leitung der Naturbühne (neben Rosenberg Festspiele) • Zeigt hohes Vertrauen beider Institutionen • Parallele Leitung zweier Festivals = seltene Anerkennung |
| 2021–2024 | Großprojekt: Neues Theater Trebgast | Strategische Anerkennung | Stadt Trebgast / Wehelitzer Berg | • Mit Sigurd Sundby Planung eines **neuen festen Theaters** (200–250 Plätze) • Ganzjährig bespielbar • Langfristige Infrastruktur-Investition auf Dechant-Sundby’s künstlerischer Vision • Stadt vertraut ihr kulturelle Zukunftsgestaltung an |
| 2023 | „Dracula“ – Große Freilicht-Inszenierung | Künstlerische Anerkennung | Naturbühne Trebgast | • Adaption von Bram Stoker durch Sigurd Sundby • **Premiere 19.05.2023** • Große Ensemble-Produktion mit Ortsansässigen • Gebärdensprachdolmetscher-Vorstellung angeboten (Accessibility-Commitment) • Zeigt künstlerische Ambitionen & soziale Verantwortung |
| 2023 | „Gift. Eine Ehegeschichte“ & „All das Schöne“ | Künstlerische Anerkennung | Naturbühne Trebgast (Altes Pfarrhaus) | • Zwei ernsthaft-dramatische Kammer-Produktionen • Mit Sigurd Sundby & Anne Scherliess (Athanor-Absolventin) • Zeigt Vertrauen anderer Künstler:innen in ihre Regie • Tiefgründige psychologische Stoffe (Trauer, Suizid, Liebe) |
| 2023–2024 | Mediale Präsenz & Interviews | Kulturelle Anerkennung | Frankenpost, tvo.de, RadioEINS, obermain.de | • Multiple Interview-Features über ihre Arbeit • „Theater-Chefin im Interview“ (Frankenpost) • RadioEINS: „Leidenschaftliches Künstler-Paar“ • Zeigt Wahrnehmung als bedeutende Kulturpersönlichkeit der Region • Mediale Validierung |
| 2024 | „Der gestiefelte Kater“ – Neuproduktion | Künstlerische Anerkennung | Naturbühne Trebgast | • Premiere 19.06.2025 • Märchen-Inszenierung für Familien • Ausstattung: Ruth Pulgram • Lichtdesign: Kai Fischer • Gebärdensprachdolmetscher 29.06.2025 • Kontinuierliche Produktionsqualität |
| 2024–2025 | Kontinuierliche künstlerische Leitung beider Festivals | Institutionelle Leistung & Anerkennung | Rosenberg Festspiele Kronach & Naturbühne Trebgast | • **Vier Jahre kontinuierliche parallele Leitung** (seit 2021) • In Interview: „Meinen letzten freien Tag hatte ich im März“ • Commitment auf höchstem Level • Künstlerische & organisatorische Exzellenz parallel • Diese Ausdauer ist selbst Auszeichnung |
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