Alumni
Alumni der Akademie
Schauspieler, Schauspieldozent, Regisseur, Art-Director
Mirkus Hahn
(männlich)
Persönlichen Details
Name
Mirkus Hahn
Berufsbezeichnung
Schauspieler, Schauspieldozent, Regisseur, Art-Director
Ausbildungsinstanz
Athanor Akademie für Darstellende Kunst, Master of Arts in Pädagogik (Freie Hochschule Stuttgart)
Jahrgang
2000
Wirkungsraum
Passau, München, Regensburg, Wien, Zürich, international (Italien, Rumänien, Brasilien, Japan)
Mirkus Hahn, geboren und aufgewachsen im oberpfälzischen Burglengenfeld, studierte Schauspiel an der Athanor Akademie Burghausen (unter Prof. Dr. David Esrig).
Als Schauspieler wirkte er unter anderem in Produktionen am Theater Regensburg, am Stadttheater Passau, am Schauspielhaus Wien und am Metropoltheater München, einem der
renommiertesten deutschsprachigen Off-Theater, mit. Er arbeitete mit Regisseuren wie Paulus Manker, Peter Wolf, Hellmuth Matiasek und Stephanie Mohr. Wiederholt realisierte er eigene
Stückentwicklungen und eindrückliche Monologabende, unter anderem “Forschungen eines Hundes“ von Kafka. Freie Produktionen führten ihn immer wieder an Theater im Ausland und auf
internationale Festivals, unter anderem in Wien, Bukarest, Sibiu, Temeswar und Sao Paolo.
Sein besonderes künstlerisches Interesse gilt dem Körpertheater. Die Suche nach neuen künstlerischen Herausforderungen führte ihn an eine besonderen Ort des experimentellen
Theaters, dem „Workcenter of Jerzy Grotowski and Thomas Richards“ in Pontedera, Italien. Eine besonders intensive künstlerische Erfahrung stellte auch die Arbeit an „Warten auf Godot“
dar, in der Mirkus Hahn unter der Regie von David Esrig in einem mehrmonatigen Probenprozess die Rolle des Wladimir erarbeitete.
In Workshops bei Tony de Maeyer vertiefte er seine langjährige Auseinandersetzung mit der
Biomechanik, einer von dem russischen Avantgarde-Regisseur Meyerhold entwickelte
Schauspiel- und Trainingsmethodik, bei der der körperliche Ausdruck spielbestimmend ist. Mit
Butoh, einer Form des japanischen Tanztheaters, sammelte er in Lehrgängen bei Minako Seki und
Juju Alishina intensive praktische Erfahrungen. Zu gute kommt ihm in der Körperarbeit seine langjährige und intensive Trainings- und
Lehrerfahrung in Aikido. Er trainierte unter anderem bei Watanabe Sensei und am Hombu Dojo in
Tokio.
Neben dem Theater wirkte Mirkus Hahn auch in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit. Seine Filmografie umfasst Auftritte in beliebten Formaten wie "SOKO München" und „SOKO
Kitzbühel“, aber auch Kinoproduktionen wie „blindlings“, das am Filmfest München debütierte, oder die preisgekrönte Produktion „Die alte Frau“, in der er - mit ihm in der Hauptrolle - den
russischen Dichter Daniil Charms verkörperte. In den letzten Jahren inszenierte Mirkus Hahn zahlreiche Stücke mit Jugendlichen und jungen
Erwachsenen. In mehrmonatigen Proben realisierte er mit jungen Menschen ambitionierte Theaterprojekte in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz.
Sein umfangreiches Wissen und seine Erfahrung gibt er als Schauspieldozent weiter, neben der Athanor Akademie unter anderem an der Filmschauspielschule Zürich. In der Vermittlung profitiert Mirkus Hahn von seinem Pädagogikstudium an der Feien Hochschule Stuttgart, das er mit dem
Master of Arts abschloss.
Gemeinsam mit Manuel Harder (Deutsches Theater Berlin) und Franziska Tuñon auf chilenischer Seite begleitete er das Online-Austauschprojekt zwischen Studierenden in Passau und der
Universität DUOC in Viña del Mar/Chile zum Thema Maske/Mensch/Archetypen. Auch außerhalb von Theater und Film brachte Mirkus Hahn sein vielseitiges künstlerisches
Potenzial ein. Als Teil des Kreativteams des international tätigen Modelabels Hilda.Henri arbeitete er als Art-Director an der Konzeption von Foto- und Videoshootings und am Set-Design. Die
Arbeit des Labels wurde 2017 in Tokio mit dem renommierten Milk-Award ausgezeichnet.
Berufliche Erfolge
| Jahr | Milestone |
|---|---|
| 1995–2000 | Schauspielstudium und staatliches Diplom an der Athanor Akademie Burghausen |
| 2002 | Forschungs- und Trainingsaufenthalt am Workcenter of Jerzy Grotowski and Thomas Richards in Italien |
| 2005–2006 | Erarbeitung und internationale Festivalpräsentation der Rolle des Wladimir in „Warten auf Godot“ (Regie: David Esrig) |
| 2011 | Erster Platz beim Lichter Filmfest Frankfurt für die Kinoproduktion „Die alte Frau“ (Hauptrolle) |
| 2017 | Auszeichnung mit dem renommierten Milk-Award in Tokio als Art-Director für das Label Hilda.Henri |
| 2021–2025 | Pädagogikstudium an der Freien Hochschule Stuttgart mit Abschluss Master of Arts |
| Berufung zum Dozenten für Rollenstudium und Schauspiel an der Athanor Akademie Passau |
Filmographie
| Jahr | Produktion | Rolle | Regie / Sender |
|---|---|---|---|
| 2009 | blindlings (Kino) | Max | Wolfgang Weigl (4 Nominierungen Förderpreis Deutscher Film) |
| 2011 | Die alte Frau (Kino) | Daniil Charms | Ariane Mayer (1. Platz Lichter Filmfest Frankfurt) |
| 2011 | SOKO München (TV-Serie) | Episodenrolle | Andreas Herzog / ZDF |
| 2015 | SOKO München (TV-Serie) | Episodenrolle | Peter Baumann / ZDF |
| 2016 | SOKO Kitzbühel (TV-Serie) | Episodenrolle | Rainer Hackstock / ORF & ZDF |
Theaterproduktionen
| Jahr | Produktion | Rolle / Funktion | Regie / Haus |
|---|---|---|---|
| aktuell (ab 2026) | Die Asche meines Vaters (Soeren Voima) | Sascha | Petra Schönwald / Mecklenburgisches Staatstheater |
| aktuell (ab 2026) | Wutschweiger (Jan Sobrie, Raven Ruëll) | Sammy Bodart | Lena Blauth / Mecklenburgisches Staatstheater |
| 2026 | 20.000 Meilen unter dem Meer (Karin Eppler, nach Jules Verne) | Sandra | David Stöhr / Mecklenburgisches Staatstheater |
| 2025 | König Drosselbart (nach den Brüdern Grimm) | Prinzessin Charlotte von Pütterich | Thomas Ott-Albrecht / Mecklenburgisches Staatstheater |
| 2024 | The Room (Caroline Finn) | sonstige Tanz | Caroline Finn / Tiroler Landestheater & Orchester GmbH |
| 2023 | Born To Fake (Josef Maria Krasanovsky) | Medium, Horst | Josef Maria Krasanovsky / Athanor Akademie |
| 2023 | Wenn der Wespenmann tschüss sagt (Edith Buttingsrud Pedersen) | Tanz (weibliche Rollen) | Edith Buttingsrud Pedersen / Athanor Akademie |
| 2023 | Geschlossene Gesellschaft (Jean-Paul Sartre) | Inés Serrano | Marcus Everding / Athanor Akademie |
| 2022 | Das Fest (frei nach Samuel Beckett) | Das kunstseidene Mädchen, Irmgard Keun, Monologabend | Elma Esrig / Athanor Akademie |
| 2022 | White Colour Guard (Phillip Brehse) | Schauspiel (weibliche Rollen) | Phillip Brehse / Athanor Akademie |
| 2021 | Abgeträumt (Lorenz Dauber, Anna Waibel) | Ada | Lorenz Dauber, Anna Waibel / Athanor Akademie |
| 2020 | Sonny Boys (Neil Simon) | sonstige Schauspiel (2019 – 2020) | Jens Kerbel / Theater Heilbronn |
| 2019 | Revanche (Anthony Shaffer) | sonstige Schauspiel | Marcus Everding / Theater Heilbronn |
Inszenierungen mit Jugendlichen
| Jahr | Produktion | Ort / Region |
|---|---|---|
| 2021 | Haus der Temperamente (Johann Nestroy) | Ulm |
| 2021 | Dogville (Lars von Trier) | Landsberg |
| 2022 | Herr der Diebe (Cornelia Funke) | Ulm |
| 2022 | Tell (nach Friedrich Schiller) | Landsberg |
| 2022 | Der Besuch der alten Dame (Friedrich Dürrenmatt) | Landsberg |
| 2023 | Der blaue Vogel (Maurice Maeterlinck) | Süddeutschland / AT / CH |
| 2024 | Die gestohlene Miniatur (Erich Kästner) | Augsburg und Stuttgart |
Auszeichnungen & Preise
| Jahr | Auszeichnung / Preis | Projekt / Hintergrund | Ort / Festival |
|---|---|---|---|
| 2009 | 4 Nominierungen für den Förderpreis Deutscher Film | Kinoproduktion „blindlings“ (Rolle: Max) | Filmfest München |
| 2011 | Erster Platz | Kinoproduktion „Die alte Frau“ (Hauptrolle: Daniil Charms) | Lichter Filmfest Frankfurt |
| 2017 | Renommierter Milk-Award | Als Art-Director für visuelle Konzeption & Set-Design des Modelabels Hilda.Henri | Tokio (Japan) |
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