Edith Buttingsrud Pedersen

Dozierende an der Athanor Akademie

Tanz
Edith Buttingsrud Pedersen

Persönlichen Details


Name
Edith Buttingsrud Pedersen
Berufsbezeichnung
Tänzerin, Choreographin, Dozentin, Intimitätskoordinatorin
Primäre Lehrinstanz / Hauptinstitution
Athanor Akademie Passau
Ausbildungsreferenz
Ballettakademie Kopenhagen, Iwansson International School of Contemporary Dance München
Wirkungsraum
Berlin, Kopenhagen, Passau, Sibiu, Sao Paulo
Mitgliedschaften/Alumnistatus
Mitgründerin der Company HAA


Ihren Unterricht in einem Text zu beschreiben ist eine Herausforderung, da er sich mit den Menschen, mit denen sie arbeite, immer wieder dynamisch verändert. Ediths Hauptaugenmerk liegt darin, ein hohes Maß an gegenseitigem Zuhören im weitesten Sinne sowie eine tiefe Porosität beim Tanzen und Performen zu erschaffen und den Studierenden die passenden Werkzeuge dafür an die Hand zu geben. Ihr Ansatz beruht auf einer score-basierten Choreographie sowie freier Improvisation und realisiert sich als fortlaufende Forschung und ständige Neubewertung gegenwärtiger Prozesse.

Edith Buttingsrud Pedersen fasziniert der menschliche Körper, seine physischen und kognitiven Fähigkeiten, die vielfältigen Ausdrucksweisen und seine unbändige Fähigkeit zu immer neuen Metamorphosen. In ihrer Arbeit sucht sie nach einer komplexen Physikalität und einem Ausdruck des Körpers, der sowohl ganz individuell ist als auch das große Ganze einbezieht – die Gruppe, den Raum, den Ton, die Zuschauer und das Stück selbst. Wir sprechen offen über unsere Egos und lernen, wie wir konstruktiv mit ihnen auf der Bühne umgehen können. Dabei nutzen wir verschiedene Motoren für die Kreation von Bewegung, wie Bildimprovisation, Berührung, den Umgang mit dem Gewicht eines anderen Körpers, Partnerarbeit, das emotionale Gedächtnis sowie die bewusste Verkörperung einer Figur.

Edith sieht ihre Arbeit als Macherin mit einer großen Verantwortung für das, was Kunst in der Gesellschaft bewirkt. Sie glaubt fest daran, dass Kunst die einzigartige Möglichkeit hat, ein tiefes Gefühl von gesellschaftlicher Empathie und ein Bewusstsein für das Wir zu schaffen. Sie hilft uns, Gemeinsamkeiten zu entdecken, anstatt das Trennende zu betonen, und lässt uns auch über unsere eigene Dummheit und absurde Natur lachen. Ihr Ziel ist es, Werke zu kreieren, die alle Sinne beanspruchen und eine haptische, poetische Erfahrung bieten, die weit über passives Betrachten hinausgeht.

Durch ihre intensive Arbeit mit Schauspielern und Nicht-Tänzern sucht sie bewusst nicht nach dem perfekten Tänzerkörper, sondern nach der reinen Schönheit im unperfekten, ehrlichen und zuweilen grotesken Ausdruck. Die Abstraktheit der Kunstform Tanz reizt sie als zutiefst sinnliche Erfahrung, die Menschen in der Vielfalt ihrer Erlebnisse vereint. Sie ist der starken Überzeugung, dass die Zeiten, in denen Tanz nur Tanz und Theater nur gesprochenes Wort war, endgültig vorbei sind – es ist Zeit für echte Kollaboration, interdisziplinären Austausch und radikales Un-Boxing.
Kontakt zu
Edith Buttingsrud Pedersen
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Verbindung zur Athanor Akademie

An der Athanor Akademie gebe ich regelmäßig praxisnahe Workshops und entwickle innovative Tanzprojekte für und mit den Studierenden der Fachbereiche Schauspiel und Regie.

  • Vermittlung von score-basierter Choreographie und intensiver Improvisation als Kernwerkzeuge für darstellende Künstler
  • Schulung des Körpers in komplexer Physikalität, die Raum, Gruppe, Ton und Publikum aktiv einbezieht
  • Förderung eines geschützten Raumes, der das Erforschen von Fragilität, Verletzlichkeit und dem Grotesken erlaubt
  • Aufbrechen von gewohnten Bewegungsbahnen zur Befreiung von Körper und Geist aus ihren alltäglichen Determinationen
  • Etablierung einer nicht-hierarchischen Arbeitsumgebung und kollaborativer Prozesse auf Augenhöhe
  • Realisierung ambitionierter multidisziplinärer Aufführungen und Langzeit-Performances wie The Love Project no. 1 im Jahr 2026

Berufliche Erfolge

Jahr Milestone
2026 Uraufführung von The Love Project no. 1 in Kollaboration mit der Athanor Akademie in den Uferstudios Berlin
2024 Choreographie und Regie für Passion für die renommierte Ballet Company Cisne Negro in Sao Paulo, Brasilien
2023 Erhalt der Artists in Residency beim Schäxpir Festival in Linz gemeinsam mit Sarah Plattner
2022 Premiere der preisgekrönten Kurztanzfilme Os, Ingen und In Venus
2021 Auszeichnung mit dem Ehrenstipendium des Peter, Ingrid og Ralph Hernöe’s Fond
2020 Choreographie für den Horrorfilm Schlaf (Berlinale Premiere 2020)
2018 Mitgründung der Company HAA als kollaborative Plattform für tanzbezogene Kunst
2011 Erfolgreicher Abschluss der zeitgenössischen Tanzausbildung an der Iwansson International School in München

Theaterproduktionen

Produktion Rolle Regie
Antigone, ein Requiem (Thomas Köck) Choreographie Florin Vidamski
Die Zofen (Jean Genet) Choreographie Hunor von Horvath (Teatrul National Radu Stanca)[cite: 1]
Räuber (Haramiak) (Friedrich Schiller) Choreographie Florin Vidamski (Tomcsa Sándor National Theater)
Alverden Godnat Choreographie Rolf Heim (Royal Opera House Copenhagen)
Die Sprache der Dämmerung // KOLTÈS Choreographie Florian von Hoermann
Bernarda Albas Haus Choreographie Florin Vidamski
Sisyphus in Violent Torment Choreographische Beratung Jahman Davine
you•topia (Bewegungstheater) Choreographie & Co-Regie Florian von Hoermann / Ensemble des Nationaltheaters Radu Stanca
Milk Choreographie & Regie Edith Buttingsrud Pedersen (Athanor Theater / FITS Festival)

Projekte als Tänzerin (Auswahl)

Jahr Produktion / Projekt Regie / Choreographie / Institution
2026 About the Last Prayers Marie Rechsteiner (Rosendal Theater Trondheim)
2018-2026 Venture I – IX (Site specific Instant Composition) Company HAA
2022 Ver.Schweigen Judith Nagel (Miltenberg)
2020 Dancing my Hero (Tanzfilm) Jadi Carboni
2020/21 Methods of Completion, a being that causes itself[cite: 1] Eigenes Soloprojekt (Berlin)[cite: 1]
2020 Feel another (Musikvideo für Turi Agostiono) Hannes Greve
2019 SCORE 44 Methods of Excavation Thomas Steyart (Company DOT504, Ponec Theater Prag)
2019 Before we die (Kollaboration) Edith Buttingsrud Pedersen & Philip Kevin Brehse (Berlin)
2019 smell.me.ordinary piece Kollaboration mit Justyna Kalbarczyk (Company HAA, ROZBARK Bytom)
2019 Die Nacht kurz vor den Wäldern Florian von Hoermann (Kunsthaus RAAB, München)
2018 Kudamm 56 (TV-Serie, Rolle: Frau Elke) ZDF / DR (Dänemark)
2018 Traveling Hands Elinor Ljungquist (Uferstudios Berlin)
2017 The Plague of Desire (Holly Conflict) Jahman Davine (Ackerstadt Palast Berlin)
2016 Perlensäue (SS17 Fashion Film) Ravenniko Filmmaker Duo
2014-16 Before I go & Eternal Return Joao Cidade (Ackerstadt Palast & Stara Prochownia Warschau)
2016 Sisters – Harvesting Insects (Tanzfilm) Valquire Velkovic / Valcons Productions
2015 Villaggio (Tanzfilm)[cite: 1] Transitheart Productions[cite: 1]
2014 This is War (Musikvideo für Losers) Valquire Velkovic
2016 Adapt/Opose (Strukturierte Improvisation) Burkhard Beins / Jadi Carboni (Kontraklang Festival, Berlin)
2016 Schneekönigin (Chiemgau Stadttheater, Rolle: Gerda) Corinna Spieth (Traunstein)
2014 Tetrapodomorph Deconstructor (Videokunst) Valquire Velkovic
2012-15 The Hype & Excerpt Edith Transitheart Productions (Théâtre de la Ville Paris, Linz, Spoleto u.a.)
2015 Et Glimt, sa er jeg vaek igen? Morten Rosen (Figura Ensemble, Marienlyst Castle)
2015 The little Prince (Regenbogen Tanztheater, Titelrolle) Doris Schäfer (Tournee: Tempodrom Berlin, Bern u.a.)
2014 Rauschen & Physical Dali Touiti (München, Tunesien)
2012-15 Center Of Gravity & Part II Dali Touiti (München, Tunesien)
2016 Grounding Soil Sasa Pavic (Yugoslavian National Theater Belgrad)
2014 ELVIS (Interaktive Live-Videoinstallation) Yves Peitzner (Media Art Fair ‚Unpainted‘)
2015 So What? Cie. Tauschfüllung (Linz/Wels)
2011 ROOM (Videoinstallation) Frank Balve (München

Projekte als Intimitätskoordinatorin

Jahr Produktion / Projekt Regie / Produktionsfirma
2020 Schlaf (Horror-Spielfilm) Michael Venus / Juna Film Productions
Klubb Talon Darren / Herstory Film

Auszeichnungen & Preise

Jahr Auszeichnung
2023 Artists in Residency beim Schäxpir Festival Linz
2021 Ehrenstipendium des Peter, Ingrid og Ralph Hernöe’s Fond
2021 Förderung der aktuellen Forschung „my texture through a lense“ durch DIS-TANZEN
2015 Jury-Preis beim 100° Berlin Festival für „Fate of the Galaxies“ (Collective ONE:THIRD)

Interview