Johanna Müller

Dozierende an der Athanor Akademie

Dramaturgie
Johanna Müller

Persönlichen Details


Name
Johanna Müller Schnepf
Berufsbezeichnungen
Dramaturgin für Schauspiel, Musical und neue Medien · Dozentin · Regisseurin
Primäre Lehrinstanz
Athanor Akademie Passau
Ausbildungsreferenz
Master of Arts in Kulturen der Aufklärung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Wirkungsraum
Passau, Würzburg, Schwedt, Dinkelsbühl, Senftenberg, Berlin, Thüringen


Theater bedeutet für mich, Welten im Kopf entstehen zu lassen, Texte zum Leben zu erwecken und gesellschaftliche Diskurse direkt auf die Bühne zu bringen. Meine Reise in der Welt der darstellenden Kunst begann schon früh mit intensiven Erfahrungen im Thüringer Sommertourneetheater und beim Landestheater Rudolstadt. Diese prägenden Jahre in der Assistenz, der Theaterpädagogik und der Öffentlichkeitsarbeit haben mir gezeigt, wie vielschichtig und lebendig Theater abseits der großen Metropolen sein kann.

Während meines Studiums der Deutschen Literatur und Evangelischen Theologie an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie des Masterstudiengangs Kulturen der Aufklärung in Halle schärfte ich mein theoretisches Fundament. Parallel dazu zog es mich jedoch immer wieder direkt in die Praxis. Ob bei szenischen Lesungen im Berliner Wedding oder in der freien Studierenden-Theatergruppe in Leipzig – die Verbindung aus kritischer Textanalyse und kreativer Konzeption wurde schnell zu meinem beruflichen Steckenpferd.

Als feste Dramaturgin durfte ich in den darauffolgenden Jahren die künstlerischen Profile verschiedener Häuser maßgeblich mitgestalten. An der neuen Bühne Senftenberg, dem Landestheater Dinkelsbühl, den Uckermärkischen Bühnen Schwedt und schließlich am Mainfranken Theater Würzburg habe ich gelernt, Brücken zwischen klassischen Texten, modernen Stoffen und dem Publikum zu bauen. Besonders die Arbeit im Bereich Schauspiel und Musical sowie die Konzeption innovativer Bürgerbühnen-Projekte liegen mir dabei am Herzen.

Neben meiner dramaturgischen Tätigkeit habe ich auch die Regie für mich entdeckt. Die Inszenierung kollektiver Arbeiten, wie die Untersuchung von Gewalt gegen Frauen anhand des klassischen Kanons, oder die Arbeit mit Laienensembles zeigen mir immer wieder, wie stark Theater als Werkzeug zur Selbstermächtigung fungieren kann. Heute gebe ich diese Leidenschaft und mein Wissen an die nächste Generation von Theatermacherinnen und Theatermachern weiter.