Persönlichen Details
Licht ist für Michael Bischoff nicht nur eine Beleuchtung, sondern das Medium, das Räume atmen lässt und emotionale Welten erst sichtbar macht. Seit über drei Jahrzehnten widmet er sich der Kunst, die Bühne in die richtige Atmosphäre zu tauchen, wobei seine Reise 1994 am THEATER RECHTS DER ISAR in München begann. Dort lernte er, wie man mit Licht Geschichten erzählt, die über das gesprochene Wort hinausgehen.
Sein Weg führte ihn an bedeutende Häuser wie das MARSTALLTHEATER des BAYERISCHEN STAATSSCHAUSPIELS und das SCHAUSPIEL FRANKFURT. In dieser Zeit durfte er mit visionären Regisseuren wie CHRISTOPH SCHLINGENSIEF, MICHAEL THALHEIMER und ARMIN PETRAS zusammenarbeiten. Diese Begegnungen haben sein Verständnis von Theater als multidisziplinärem Gesamtkunstwerk geprägt, in dem Licht, Video und Raumgestaltung untrennbar miteinander verwoben sind.
Ein besonderes Herzensprojekt ist seine langjährige Arbeit mit freien Gruppen, insbesondere mit HUNGER UND SEIDE sowie der KULA COMPAGNIE. Hier experimentieren wir an den Grenzen der Darstellungsformen, oft in einem internationalen Kontext, der ihn bis nach China oder zu den RUHRFESTSPIELEN führte. Seit 2022 liegt ein weiterer Fokus seiner Arbeit auf dem inklusiven Theater, wo wir gemeinsam mit JOCHEN STRODTHOFF neue Wege der ästhetischen Teilhabe erschließen.
Neben der Lichtgestaltung zieht es ihn immer wieder in die Regie und die Konzeption eigener Installationen. Mit der Gründung des INSTITUTS FÜR GLÜCKSFINDUNG im Jahr 2010 hat er einen Raum geschaffen, um künstlerische Forschung und Performance-Kunst zu verbinden. Es ist ihm ein großes Anliegen, diese vielseitigen Erfahrungen nun an die Studierenden weiterzugeben und sie zu ermutigen, das Licht als aktives Erzählmittel zu begreifen.
Michael Bischoff
Verbindung zur Athanor Akademie
Als Dozent vermittelt Michael Bischoff den Studierenden die technischen und künstlerischen Grundlagen der modernen Licht- und Mediengestaltung im Theater. Seine Lehrmethodik basiert auf:
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Praxisnaher Lichtgestaltung (Vermittlung von dramaturgischem Lichteinsatz von der ersten Skizze bis zur Premiere)
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Raum- und Videokonzeption (Schulung im Umgang mit Videoelementen als szenische Erweiterung des Bühnenraums)
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Interdisziplinärem Arbeiten (Förderung der Zusammenarbeit zwischen Regie, Bühne und Technik)
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Experimentellen Formaten (Einbeziehung von Performance-Techniken und installativen Ansätzen)
- Mediales Erzählen (Wie wirkt sich der Einsatz von medialen Techniken auf die Inszenierung in Formaten wie z. B. dem postdramatischen oder hybriden Theater aus)
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Inklusiver Ästhetik (Sensibilisierung für Barrierefreiheit und inklusive Arbeitsweisen in der Kunst)
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Über 30 Jahren praktischer Theatererfahrung als Lichtgestalter, Videodesigner und Regisseur
Berufliche Erfolge
| Jahr | Milestone |
|---|---|
| 1994 – 1998 | Erste feste Zusammenarbeit am Theater rechts der Isar, München |
| 1998 – 2001 | Engagement am Marstalltheater (Bayerisches Staatsschauspiel) |
| 2001 – 2004 | Lichtgestalter am schauspielfrankfurt |
| 2004 | Erarbeitung des Gesamtlichtkonzepts für die Außenspielstätte Schmidtstr. |
| 2006 – 2015 | Langjährige künstlerische Arbeit mit der Gruppe Hunger&Seide |
| 2010 | Gründung des Instituts für Glücksfindung für Installationen und Performances |
| Seit 2022 | Fokus auf inklusives Theater in Kooperation mit Jochen Strodthoff |
| Seit 2023 | Zusammenarbeit mit der internationalen KULA COMPAGNIE |
Theaterstationen (Auswahl)
| Zeitraum | Produktion |
|---|---|
| 1998 | „Trainspotting“ – Regie: Michael Bischoff, Neue Bühne Bruck |
| 2000 | „Chance 2000“ – Regie: Christoph Schlingensief – Rolle: Lichtgestaltung |
| 2001 | „Simulacron“ – Regie: Armin Petras – Rolle: Lichtgestaltung |
| 2001 | „Elektra“ – Regie: Simone Blattner – Rolle: Lichtgestaltung |
| 2001 | „Marx, Engels Werke“ – Regie: Andreas Ammer / FM Einheit – Rolle: Lichtgestaltung |
| 2002 | „AnAntigone“ – Regie: Wanda Golonka – Rolle: Lichtgestaltung / Performance |
| 2003 | „Warum läuft Herr R. Amok“ – Regie: Michael Thalheimer – Rolle: Lichtgestaltung |
| 2004 | „Kränk“ – Regie: Simone Blattner – Rolle: Lichtgestaltung |
| 2024 | „Dibbuk – zwischen (zwei) Welten“ – Regie: Kula Compagnie – Rolle: Lichtgestaltung |
Auszeichnungen und Preise
| Jahr | Auszeichnung |
|---|---|
| 2004 | Publikumspreis bei Stücke 2004, Mülheim (für „Kränk“) |
| 2012 | GEORGE TABORI FÖRDERPREIS für Hunger&Seide |
| 2024 | UNITER – Bedeutendster rumänischer Theaterpreis für Lichtdesign |
| 2024 | Preis des Internationalen Theaterinstituts – Zentrum Deutschland (ITI) für Kula |
