Erasmus-Tagebuch

von Nele Wirth

El comienzo del segundo trimestre - Der Beginn des zweiten Trimesters

Die Zeit hier vergeht irgendwie wahnsinnig schnell, und seit meinem letzten Blogeintrag sind schon wieder einige Wochen vergangen. Deshalb wird es mal wieder Zeit, euch auf den neuesten Stand zu bringen.

Intensive Choreografie und Weihnachtspause

Bevor ich über die Weihnachtsfeiertage nach Deutschland zu meiner Familie geflogen bin, hatten wir noch eine sehr intensive Woche mit dem Gastchoreografen Maxim Iannarelli. Für unsere Endaufführung im Juni hat er mit uns an einer ersten Contemporary-Choreografie gearbeitet, die wir aus unterschiedlichen kurzen Phrasen zusammengesetzt haben. Die Woche war körperlich wie auch mental extrem anstrengend, aber die Ansätze des Choreographen waren sehr spannend und da alle sehr konzentriert zusammengearbeitet haben, ist in diesen wenigen Tagen bereits ein sehr gutes Ergebnis entstanden.

Nach diesem intensiven ersten Trimester habe ich die zwei freien Wochen über Weihnachten genutzt, um ein bisschen durchzuatmen, die Eindrücke zu verarbeiten und Zeit mit meiner Familie zu verbringen, bevor es für das nächste Trimester wieder zurück nach Barcelona ging.

Neue Fächer: Von Kulturmanagement bis Akrobatik

Das zweite Trimester läuft jetzt auch schon wieder seit etwa einem Monat und es gibt ein paar neue Fächer und Lehrer für die nächsten Monate:

Gestion Cultural: Statt Anatomie lernen wir in diesem Trimester, wie man Projektanträge richtig verfasst und präsentiert. Als Schauspielerin wie auch als Tänzerin ist es essentiell zu wissen, wie man ein Projekt entwickelt, Ideen richtig strukturiert und vor allem überzeugend präsentiert, wodurch ich sehr dankbar bin, das jetzt zu lernen. Da alle Abgaben inklusive der mündlichen Endpräsentation auf spanisch sein sollen, nimmt dieses Fach momentan sehr viel Zeit in Anspruch, aber ist natürlich gleichzeitig eine gute Übung für mich.

Acobatics: In diesem Trimester haben wir leider kein Jazz mehr, dafür aber Acrobatics, was auch extrem viel Spaß macht und sehr anspruchsvoll ist. Einige Elemente und Tricks fallen mir durch meine frühere Turnerfahrung relativ leicht, während andere mich wortwörtlich zum verzweifeln bringen. Aber es macht einfach so Spaß, Neues zu lernen und man hat auch immer wieder so kleine Erfolgserlebnisse in jeder Stunde, wenn man etwas Neues schafft.

Dance Hall: Das letzte neue Fach ist Dance Hall. Das ist nochmal eine komplett neue Tanzrichtung für mich, in der wir momentan bestimmte Schrittfolgen aus unterschiedlichen Entwicklungen des Stils lernen. Es ist spannend zu sehen, wie sich Schritte und Qualitäten innerhalb eines Tanzstils über einen bestimmten Zeitraum verändern und ich freue mich schon, wenn wir anfangen an einer Choreographie zu arbeiten.

Da wir leider kein Jazz mehr im Stundenplan haben, plane ich außerdem, einmal pro Woche abends eine Modern-Jazz-Klasse zu besuchen, um weiterhin an dieser Technik zu arbeiten und noch mehr Übung zu bekommen.

Bühne frei: Prüfungen, Auftritte und Fotoshooting

Das zweite Trimester ist wesentlich kürzer als es das erste war, wodurch auch die nächsten Prüfungen im März schon wieder fast vor der Tür stehen. Im März und im April erwarten mich zudem zwei Auftritte und ein Shooting für mein Portfolio. Die Vorbereitungen sind wie immer anstrengend, aber ich habe das Gefühl, dass ich besonders in diesen stressigen Zeiten schnell dazu lerne und dass auch die Gruppe dadurch immer mehr zusammenwächst.

Grammatik und Kommunikation: Mein Spanisch-Update

Ich nehme natürlich auch weiterhin meine Spanischstunden, wo mir besonders die verschiedenen Zeitformen und die vielen unregelmäßigen Verben momentan noch zu schaffen machen, aber ich versuche, mich so oft wie möglich auf Spanisch zu verständigen. Momentan liegt auch der Fokus in den Unterrichtsstunden stark auf Kommunikation, was mir hilft, mich im Alltag sicherer auszudrücken und die Sprache besser zu verstehen. In meiner restlichen Zeit hier möchte ich versuchen, mich so frei wie möglich verständigen zu können, ohne zu viel über die Worte nachdenken zu müssen, die ich sagen möchte.

Vorsatz 2026: Spanien auf eigene Faust entdecken

Ein Vorsatz für mein 2026 ist es außerdem, abseits der Schule die Wochenenden so gut wie möglich zu nutzen, um Spanien weiter zu entdecken. Letztes Wochenende war ich in Madrid und würde in den nächsten Monaten gerne noch ein paar Städte besuchen oder Tagesausflüge von Barcelona aus machen, solange es die Zeit zulässt.

Blick nach vorn: Mit voller Energie ins neue Trimester

Alles in allem habe ich das Gefühl, dass das zweite Trimester zwar intensiv, aber auch extrem spannend wird. Ich freue mich darauf, neue Herausforderungen anzugehen, meine Fähigkeiten weiter auszubauen und viele neue Erfahrungen zu sammeln – sowohl auf als auch neben der Tanzfläche.

Un abrazo y hasta luego <3