Erasmus-Tagebuch

von Nele Wirth

Ankunft in Barcelona - Llegado en Barcelona

Eigentlich hatte ich schon direkt nach meinem Abitur den Plan, für eine längere Zeit ins Ausland zu gehen, um neue Erfahrungen zu sammeln, neue Kulturen und Menschen kennenzulernen, aber auch um mich selbst neuen Herausforderungen zu stellen. Doch wie bei so vielen anderen hat auch mir Corona einen Strich durch die Rechnung gezogen, wodurch ich mich damals dann dazu entschieden habe, direkt nach der Schule mit meiner Schauspielausbildung zu beginnen. Rückblickend war das auch definitiv der richtige Weg, aber die Idee, irgendwann ins Ausland zu gehen, hat mich irgendwie nie ganz losgelassen. 

Neuer Abschnitt, neues Abenteuer: Mit Erasmus+ nach Barcelona

Umso mehr habe ich mich über die Möglichkeit gefreut, durch das Erasmus+ Programm, nach meiner Ausbildung einige Zeit im Ausland verbringen zu können. Dieses Programm gibt mir nicht nur die Chance, für eine längere Zeit im Ausland zu leben, sondern gleichzeitig auch weitere Erfahrungen für meinen beruflichen Weg zu sammeln. Für mich stand daraufhin ziemlich schnell fest, dass ich die Zeit nutzen möchte, meine tänzerischen Fähigkeiten zu erweitern, um noch vielseitiger zu werden und mich später in ganz unterschiedlichen künstlerischen Bereichen bewegen zu können. Als ich mich auf die Suche nach einer passenden Tanzschule begeben habe, bin ich auf die Dancemotion in Barcelona gestoßen.

Liebe auf den ersten Blick: Das Vortanzen

Ich bin daraufhin bereits vor ein paar Monaten nach Barcelona geflogen, um am Vortanzen der Schule teilnehmen zu können und hatte in diesen Tagen somit nicht nur die Möglichkeit, die Schule und die LehrerInnen kennenzulernen, sondern auch einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen. Schon in dieser kurzen Zeit habe ich gemerkt, wie bunt, vielseitig und inspirierend Barcelona für mich ist und dass ich mir auf jeden Fall vorstellen kann, hier für eine Weile zu bleiben.

Angekommen im neuen Zuhause: Zehn Monate Neuanfang

Jetzt bin ich also wieder hier und dieses Mal nicht nur für ein paar Tage, sondern für zehn Monate. Ich bin schon einige Tage vor dem offiziellen Start meiner Mobilität angereist, um in Ruhe anzukommen, mich einzuleben und die Stadt Stück für Stück zu erkunden. Das war auch definitiv die richtige Entscheidung für mich, da ich mich dadurch in meiner neuen WG einrichten, meinen Wohnort und die Umgebung entdecken und natürlich auch schon die ersten Cafés, Buchläden und Restaurants austesten konnte. Ich hatte irgendwie nicht erwartet, mich in dieser kurzen Zeit bereits so wohl in einer neuen Stadt und einem anderen Land zu fühlen, aber dadurch weis ich jetzt schon, dass es genau der richtige Schritt war, mich für den Aufenthalt hier zu entscheiden.

Die Ruhe vor dem Tanz: Stundenplan und Erwartungen

Meine freie Zeit neigt sich hier jetzt allerdings langsam aber sicher dem Ende zu, denn in ein paar Tagen habe ich meinen ersten Tag an der Dancemotion. Ich habe vor ein paar Tagen bereits meinen Stundenplan und die ersten Termine für die kommende Woche bekommen, wodurch sich alles plötzlich viel realer anfühlt, aber ich freue mich jetzt auch extrem darauf, neue Leute kennenzulernen, wieder in eine feste Routine zu kommen und in den Alltag hier einzutauchen.

Ich habe irgendwie gar keine bestimmten Erwartungen an das, was kommt, sondern bin vielmehr neugierig und möchte mich voll und ganz auf die kommende Zeit einlassen. Mir ist bewusst, dass vor allem die ersten Wochen extrem anstrengend werden, weil ich die körperliche Belastung nicht gewohnt bin, aber ich bin mir sicher, dass ich mich schnell daran gewöhnen werde und gerade in dieser intensiven Phase unglaublich viel lernen kann.

¡Prometido! Sprachziele und Blick nach vorne

Neben dem Tanz möchte ich die Zeit in Barcelona auch dafür nutzen, mein Spanisch zu verbessern, da ich bisher nur die Basics beherrsche. Ich möchte aber daran arbeiten, im Laufe der Monate immer sicherer in der Sprache zu werden und mich auch außerhalb der Schule noch besser mit den Menschen hier austauschen zu können. Ich halte euch über meine Fortschritte auf jeden Fall auf dem Laufenden, prometido! Ich freue mich wahnsinnig auf das, was die nächsten Monate bringen werden - auf all die Erlebnisse, die Herausforderungen und die vielen kleinen Momente, die diesen Aufenthalt in Barcelona sicher unvergesslich machen werden.

l final del primer trimestre - Mein Fazit

Seit dem letzten Blogeintrag sind inzwischen einige Wochen vergangen und das erste Trimester neigt sich so langsam schon dem Ende zu. Deshalb möchte ich diesen Eintrag nutzen, um die letzten Wochen Revue passieren zu lassen und euch wieder auf den neuesten Stand zu bringen.

Zehn Prüfungen in einer Woche: Intensiv & anstrengend

In den vergangenen Wochen haben wir uns eigentlich fast ausschließlich auf die Trimester Prüfungen vorbereitet, die in der letzten Woche stattgefunden haben. Wir hatten insgesamt 10 Prüfungen, die auf die gesamte Woche aufgeteilt wurden, um unseren aktuellen Stand in jedem Stil zeigen zu können. Die Woche war zwar sehr intensiv und anstrengend, hat aber gleichzeitig viel Spaß gemacht und ich habe das Gefühl, dass uns diese Zeit vor allem als Gruppe näher zusammengebracht hat.

Mit den meisten Prüfungen bin ich auch weitestgehend sehr zufrieden. Natürlich gibt es immer Momente, bei denen man sich im Nachhinein denkt, dass man es besser hätte machen können, aber mal sehen, was für ein Feedback ich in der nächsten Woche bekommen werde.

Geduld und Grundlagen: Wie Wiederholung wirklich hilft

Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr darauf, nach dieser intensiven Phase wieder an neuen Sachen zu arbeiten, da wir uns jetzt tatsächlich sehr lange immer auf dieselben Inhalte fokussiert haben. Das war einerseits sehr herausfordernd, gleichzeitig aber auch extrem wichtig, um vor allem Techniken und Basics zu verinnerlichen und im Körper abzuspeichern und ich denke, dass mich diese Wiederholungen vor allem technisch ein großes Stück weitergebracht haben.

Zum Ende des Trimesters hin kann ich definitiv sagen, dass ich in jeder Stilrichtung mittlerweile extrem viel Spaß habe und auch das Gefühl habe, viel dazu zu lernen, manchmal schneller und manchmal langsamer, aber das ist ja völlig normal und ich bin sehr zufrieden, wie es gerade läuft.

Zwischen Dialekten und Grammatik: Mein Spanisch-Update

Zum Schluss darf natürlich auch ein kleines Spanisch-Update nicht fehlen: Nachdem ich mich in den letzten zwei Wochen jetzt hauptsächlich auf die Tanzprüfungen konzentriert habe, möchte ich mir nun wieder bewusster Zeit nehmen, um Spanisch zu lernen. Ich merke auf jeden Fall, dass ich mittlerweile schon recht viel verstehe, besonders beim Lesen und Schreiben, wo ich deutliche Fortschritte merke. Beim Sprechen und Verstehen ist es manchmal schwieriger, vor allem wenn Leute sehr schnell oder mit verschiedenen Dialekten reden, aber andererseits gibt es auch viele Situationen, in denen ich andere sehr gut verstehe und mich immer besser verständigen und unterhalten kann. Ich möchte die nächste Zeit deshalb jetzt nutzen, neue Vokabeln zu lernen und vor allem die verschiedenen Zeitformen zu üben, da die Konjugationen oft komplex sind und es auch viele irreguläre Verben gibt, mit denen ich mich definitiv noch intensiver beschäftigen muss. Insgesamt merke ich aber, dass ich auf einem guten Weg bin und meine kleinen Fortschritte motivieren mich dranzubleiben.

Erst der Anfang - Vorfreude auf das zweite Trimester

Das klingt zwar jetzt vielleicht etwas klischeemäßig, aber nach dieser intensiven Zeit habe ich irgendwie das Gefühl, dass das gerade erst der Anfang ist und ich freue mich schon sehr auf das zweite Trimester.

¡Hasta la próxima y os deseo una bonita época antes de Navidad!

Primeras semanas - ¡Hola, aqui estoy otra vez! - Die ersten Wochen

Die ersten beiden Wochen an der Dancemotion sind irgendwie wie im Flug vergangen, und ich bin selbst ein bisschen überrascht, wie schnell ich mich an meinen neuen Alltag hier gewöhnt habe. Es fühlt sich dadurch gleichzeitig so an, als wäre ich schon viel länger hier, dabei hat eigentlich alles erst angefangen. In diesem Blogeintrag möchte ich euch deshalb einfach ein bisschen davon erzählen, wie mein Tagesablauf momentan aussieht, welche Kurse ich bisher besucht habe und was ich sonst noch so in meiner Freizeit erlebe.

Neuer Rhythmus: Mehr Freiraum statt Dauerstress

Von Montag bis Freitag habe ich immer von 9 bis 14 Uhr Unterricht – ein absoluter Traum, wenn ich daran denke, wie anders mein Tagesablauf noch vor ein paar Monaten aussah, als ich mich noch mitten in meiner Schauspielausbildung befand. Mein Alltag war während dieser Zeit nämlich oft extrem vollgepackt, stressig und so durchgetaktet, dass ich abends kaum noch Energie für andere Dinge hatte. Dagegen fühlt sich mein Tag hier ja fast schon entspannt an. Der Fokus liegt natürlich ganz klar auf dem Tanzen, aber ich habe gleichzeitig viel mehr Freiraum und Zeit, um die Stadt zu entdecken, Spanisch zu lernen und neue Leute kennenzulernen.

Von Anatomie bis Urban Dance: Raus aus der Komfortzone

Der Unterricht selbst ist unglaublich vielseitig und intensiv. Auf meinem Stundenplan stehen Klassisches Ballett, Urban Dance, Contemporary, Modern, Jazz, Choreographie sowie theoretischer Unterricht in Anatomie. Mir gefällt dieser Mix aus Praxis und Theorie total gut, weil ich so nicht nur körperlich gefordert werde und Neues lerne, sondern gleichzeitig auch mehr theoretisches Verständnis für meinen Körper bekomme. Auch die Kombination aus den sehr technikbasierten Stunden, in denen es um Präzision, Haltung und Details geht, und den eher freieren Einheiten, in denen wir kreativ werden und eigene Bewegungen oder kurze Choreographien entwickeln dürfen, gefällt mir extrem gut.

Am meisten Freude hatte ich bisher in Contemporary, Modern und – zu meiner eigenen Überraschung – auch in Urban Dance. Gerade vor Urban hatte ich anfangs etwas Respekt, weil ich in diesem Stil bisher kaum Erfahrung gesammelt habe. Doch schon nach wenigen Stunden habe ich gemerkt:

Je mehr ich mich auf die Musik einlasse und den Kopf ausschalte, desto leichter fällt es mir, und desto mehr Spaß macht es natürlich auch. Mittlerweile habe ich sogar das Gefühl, in diesem Bereich schon ein kleines Stückchen mehr Freiheit und Selbstbewusstsein gewonnen zu haben.

Noch nicht genug: Extra-Schichten am Nachmittag

Neben dem festen Vormittagsprogramm habe ich außerdem die Möglichkeit, nachmittags und abends freiwillige Zusatzkurse zu besuchen, wodurch ich einfach noch viel mehr Stile ausprobieren kann. Bisher habe ich mich an Commercial Dance gewagt, was mir unglaublich viel Spaß gemacht hat und wo ich auf jeden Fall wieder hingehen werde. Außerdem nehme ich ein- bis zweimal pro Woche an einer zusätzlichen Ballettstunde teil, um noch gezielter an meiner Technik, Haltung und den Bewegungen zu arbeiten. In den nächsten Wochen möchte ich aber unbedingt noch andere Kurse und Stile ausprobieren.

¡Vamos! Mein kleines Sprach-Update

Auch in Sachen Sprache gibt es ein kleines Update für euch: Ich habe vor ungefähr einer Woche angefangen, Online-Spanischunterricht zu nehmen, und habe direkt eine total liebe Lehrerin gefunden. Mit ihr treffe ich mich aktuell etwa zweimal pro Woche, und es macht richtig Spaß, eine neue Sprache zu lernen. Auch hier merke ich nach den wenigen Stunden, die ich bisher hatte, schon einige Fortschritte, was mich auch extrem motiviert weiterzumachen.

Angekommen in Barcelona: Ein kurzes Fazit

Kurz zusammengefasst ist mein Leben hier gerade also eine ziemlich gute Mischung zwischen viel Tanzen, viel Neuem und trotzdem genug Raum, um anzukommen und meine Zeit hier zu genießen. Ich bin sehr gespannt, was die nächsten Wochen so bringen werden und freue mich schon darauf, euch davon zu berichten.

Hasta pronto <3

El comienzo del segundo trimestre - Der Beginn des zweiten Trimesters

Die Zeit hier vergeht irgendwie wahnsinnig schnell, und seit meinem letzten Blogeintrag sind schon wieder einige Wochen vergangen. Deshalb wird es mal wieder Zeit, euch auf den neuesten Stand zu bringen.

Intensive Choreografie und Weihnachtspause

Bevor ich über die Weihnachtsfeiertage nach Deutschland zu meiner Familie geflogen bin, hatten wir noch eine sehr intensive Woche mit dem Gastchoreografen Maxim Iannarelli. Für unsere Endaufführung im Juni hat er mit uns an einer ersten Contemporary-Choreografie gearbeitet, die wir aus unterschiedlichen kurzen Phrasen zusammengesetzt haben. Die Woche war körperlich wie auch mental extrem anstrengend, aber die Ansätze des Choreographen waren sehr spannend und da alle sehr konzentriert zusammengearbeitet haben, ist in diesen wenigen Tagen bereits ein sehr gutes Ergebnis entstanden.

Nach diesem intensiven ersten Trimester habe ich die zwei freien Wochen über Weihnachten genutzt, um ein bisschen durchzuatmen, die Eindrücke zu verarbeiten und Zeit mit meiner Familie zu verbringen, bevor es für das nächste Trimester wieder zurück nach Barcelona ging.

Neue Fächer: Von Kulturmanagement bis Akrobatik

Das zweite Trimester läuft jetzt auch schon wieder seit etwa einem Monat und es gibt ein paar neue Fächer und Lehrer für die nächsten Monate:

Gestion Cultural: Statt Anatomie lernen wir in diesem Trimester, wie man Projektanträge richtig verfasst und präsentiert. Als Schauspielerin wie auch als Tänzerin ist es essentiell zu wissen, wie man ein Projekt entwickelt, Ideen richtig strukturiert und vor allem überzeugend präsentiert, wodurch ich sehr dankbar bin, das jetzt zu lernen. Da alle Abgaben inklusive der mündlichen Endpräsentation auf spanisch sein sollen, nimmt dieses Fach momentan sehr viel Zeit in Anspruch, aber ist natürlich gleichzeitig eine gute Übung für mich.

Acobatics: In diesem Trimester haben wir leider kein Jazz mehr, dafür aber Acrobatics, was auch extrem viel Spaß macht und sehr anspruchsvoll ist. Einige Elemente und Tricks fallen mir durch meine frühere Turnerfahrung relativ leicht, während andere mich wortwörtlich zum verzweifeln bringen. Aber es macht einfach so Spaß, Neues zu lernen und man hat auch immer wieder so kleine Erfolgserlebnisse in jeder Stunde, wenn man etwas Neues schafft.

Dance Hall: Das letzte neue Fach ist Dance Hall. Das ist nochmal eine komplett neue Tanzrichtung für mich, in der wir momentan bestimmte Schrittfolgen aus unterschiedlichen Entwicklungen des Stils lernen. Es ist spannend zu sehen, wie sich Schritte und Qualitäten innerhalb eines Tanzstils über einen bestimmten Zeitraum verändern und ich freue mich schon, wenn wir anfangen an einer Choreographie zu arbeiten.

Da wir leider kein Jazz mehr im Stundenplan haben, plane ich außerdem, einmal pro Woche abends eine Modern-Jazz-Klasse zu besuchen, um weiterhin an dieser Technik zu arbeiten und noch mehr Übung zu bekommen.

Bühne frei: Prüfungen, Auftritte und Fotoshooting

Das zweite Trimester ist wesentlich kürzer als es das erste war, wodurch auch die nächsten Prüfungen im März schon wieder fast vor der Tür stehen. Im März und im April erwarten mich zudem zwei Auftritte und ein Shooting für mein Portfolio. Die Vorbereitungen sind wie immer anstrengend, aber ich habe das Gefühl, dass ich besonders in diesen stressigen Zeiten schnell dazu lerne und dass auch die Gruppe dadurch immer mehr zusammenwächst.

Grammatik und Kommunikation: Mein Spanisch-Update

Ich nehme natürlich auch weiterhin meine Spanischstunden, wo mir besonders die verschiedenen Zeitformen und die vielen unregelmäßigen Verben momentan noch zu schaffen machen, aber ich versuche, mich so oft wie möglich auf Spanisch zu verständigen. Momentan liegt auch der Fokus in den Unterrichtsstunden stark auf Kommunikation, was mir hilft, mich im Alltag sicherer auszudrücken und die Sprache besser zu verstehen. In meiner restlichen Zeit hier möchte ich versuchen, mich so frei wie möglich verständigen zu können, ohne zu viel über die Worte nachdenken zu müssen, die ich sagen möchte.

Vorsatz 2026: Spanien auf eigene Faust entdecken

Ein Vorsatz für mein 2026 ist es außerdem, abseits der Schule die Wochenenden so gut wie möglich zu nutzen, um Spanien weiter zu entdecken. Letztes Wochenende war ich in Madrid und würde in den nächsten Monaten gerne noch ein paar Städte besuchen oder Tagesausflüge von Barcelona aus machen, solange es die Zeit zulässt.

Blick nach vorn: Mit voller Energie ins neue Trimester

Alles in allem habe ich das Gefühl, dass das zweite Trimester zwar intensiv, aber auch extrem spannend wird. Ich freue mich darauf, neue Herausforderungen anzugehen, meine Fähigkeiten weiter auszubauen und viele neue Erfahrungen zu sammeln – sowohl auf als auch neben der Tanzfläche.

Un abrazo y hasta luego <3

El inicio del último trimestre: Endspurt in Barcelona

Und so schnell ist das zweite Trimester auch schon wieder vorbei. Seit meinem letzten Blog ist wieder einige Zeit vergangen, und so langsam neigt sich hier wirklich alles dem Ende zu, aber bevor wir dazu kommen, gibt es hier noch eine Zusammenfassung der letzten Wochen.

Gelassen durch die Prüfungen: Wertvolles Feedback und neue Motivation

Die Prüfungswoche, die wir bereits Ende März hatten, ist zum Glück extrem gut verlaufen. Ich bin dieses Mal viel sicherer in die Woche gestartet, einfach weil ich inzwischen wusste, wie alles abläuft und was auf mich zukommt. Generell hatte ich das Gefühl, dass auch die Gruppe und die Lehrer gelassener in die Prüfungen gegangen sind, wodurch die Atmosphäre insgesamt weniger angespannt war als beim ersten Mal.

Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung in allen Prüfungen sowie mit den Noten und dem Feedback, das wir mittlerweile bekommen haben. Besonders das Feedback ist für mich immer extrem wertvoll, da es einerseits natürlich zeigt, woran ich als nächstes arbeiten kann, andererseits war es diesmal auch eine Bestätigung dafür, dass sich die zusätzliche Arbeit auch wirklich lohnt, wodurch ich mich sehr über die Feedbacks gefreut habe. Es gibt mir auf jeden Fall nochmal Motivation für die letzten Wochen dieses Level zu halten und vielleicht sogar nochmal einen Sprung nach vorne zu machen.

Frischer Wind: Performance, Portfolio-Shooting und Videodreh

Bevor das dritte Trimester begonnen hat, hatten wir in der letzten Woche auch nochmal einen Gastchoreografen, der mit uns intensiv an Performance- und Kontaktarbeit gearbeitet hat. Die Arbeitsweise war sowohl körperlich als auch mental sehr fordernd, aber gleichzeitig unglaublich spannend. Durch meine Performance-Erfahrungen aus der Schauspielausbildung an der Akademie hatte ich auch bereits eine ungefähre Vorstellung davon, was in dieser Woche auf mich zukommen wird. Die Arbeit mit dem Choreografen hat auf jeden Fall etwas frischen Wind in unseren normalen Alltag gebracht und war eine gute Abwechslung zu unseren regulären Klassen.

Neben der Arbeit mit dem Choreografen hatten wir gegen Ende des Trimesters außerdem noch ein Shooting für unser Portfolio, sowie zwei kleine Aufführungen und einen Videodreh. Es wird einem während der Tanzausbildung hier also auf gar keinen Fall langweilig und man hat die Möglichkeit, in den unterschiedlichsten Bereichen neue Dinge zu lernen und für sich mitzunehmen.

Neuer Stundenplan: Kamera-Erfahrung und neue Stile

Heute hat nun also offiziell das letzte Trimester begonnen. Mein Stundenplan bleibt größtenteils gleich mit Ballett, Contemporary, Konditionstraining, Modern, Urban und Komposition. Neu dazugekommen sind daneben noch Commercial Dance und Audiovisual Tanzvideo, worauf ich mich besonders freue, da ich in diesem Bereich bisher noch gar keine Erfahrung habe und so auch neue Fähigkeiten abseits der klassischen Bühnenform entwickeln kann.

Der Countdown läuft: Vorbereitungen auf das Festival im Juni

Der Hauptbestandteil dieses letzten Trimesters wird allerdings die Vorbereitung auf das Festival im Juni sein. Wir werden in den nächsten Wochen intensiv an verschiedenen Choreografien arbeiten, und ich bin sehr gespannt, was neben unseren bereits gelernten Choreos noch dazukommen wird. In Ballett und Contemporary liegt der Fokus weiterhin stark auf Techniktraining bis zum Jahresende, auch wenn ich mir ein kleines bisschen wünsche, gerade im Contemporary noch an einer weiteren Choreografie für das Festival zu arbeiten. Vielleicht ergibt sich ja doch noch die Gelegenheit, in den Stunden etwas Eigenes zu entwickeln.

Mehr Sprachgefühl: Mein Spanisch-Update

Mein Spanischunterricht findet mittlerweile noch einmal pro Woche statt, und ich merke deutlich, wie es mir immer leichter fällt, mich auf Spanisch auszudrücken. Es bleibt zwar jedes Mal eine kleine Umstellung und Herausforderung, wenn neue Lehrer dazukommen und unterschiedliche Akzente ins Spiel kommen, aber ich gewöhne mich inzwischen ziemlich schnell daran.

Alles noch einmal aufsaugen: Der Endspurt

Die Zeit hier in Barcelona geht langsam aber sicher zu Ende, und ich will vor allem in den einzelnen Klassen nochmal alles mitnehmen, was geht und meine letzten Monate genießen. Ich bin gespannt, was die letzten Wochen noch bringen werden und vor allem darauf, wie das Festival im Juni wird.

Un abrazo y hasta la próxima :)

Hasta pronto, Barcelona: Das Ende einer unvergesslichen Reise

Ich kann mich noch so gut an das Gefühl und meinen Start in Barcelona erinnern, dass ich noch gar nicht realisiere, dass diese zehn Monate jetzt wirklich vorbei sind. Vor allem die letzten Wochen sind wie im Flug vergangen und nun schreibe ich diesen letzten Blogeintrag tatsächlich schon wieder aus Deutschland.

Feinschliff & Videodreh: Der Endspurt vor der großen Show

In den letzten Wochen standen vor allem die Vorbereitungen für unsere Endshow im Mittelpunkt. Wir haben die Tage genutzt, um die Choreografien zu üben, an kleinen Details zu feilen und gemeinsam das Beste aus jeder einzelnen Choreografie herauszuholen. Neben diesen Proben hatten wir weiterhin unsere regulären Ballett- und Contemporaryklassen sowie den Videodreh für das Fach Audiovisual Tanzvideo. Ich fand es total spannend zu sehen, wie eine Choreografie für eine Videoaufnahme übersetzt werden kann und bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis dieser Arbeit.

Auch wenn sich der Fokus in den Klassen im letzten Trimester also etwas verändert hat, durfte ich trotzdem auch in dieser Zeit noch einmal unglaublich viel lernen und für mich mitnehmen.

Bühnenzauber: Das große Finale

Der Abschluss des Jahres war dann die große Endshow, bei der wir unsere Arbeit der vergangenen Monate präsentiert haben. Es war total schön, mal wieder auf einer Bühne zu performen, auch wenn es sich für mich überraschenderweise ganz anders angefühlt hat als beim Schauspiel. Ich hatte aber auch hier unglaublich viel Spaß und habe versucht, diesen Moment und den Abschluss einer so besonderen und intensiven Zeit bewusst zu genießen. Umso schöner war es, dass die Show insgesamt wirklich gut gelaufen ist und wir das Jahr gemeinsam mit einem gelungenen Auftritt abschließen konnten.

Kein Abschied für immer: Ein leises Servus

Ein paar Tage später, bevor mein Flug nach Deutschland anstand, fand dann noch ein kleines Abschlusstreffen statt, bei dem ich mich ein letztes Mal von allen verabschieden konnte. Wir hatten ein unglaublich schönes Jahr zusammen, und es hat sich seltsam angefühlt, mich jetzt an diesem Punkt zu verabschieden, aber vielleicht war es ja auch kein Abschied für immer…

Dankbarkeit und Wachstum: Mein Fazit aus zehn Monaten

Jetzt, zurück in Deutschland, blicke ich mit unfassbar viel Dankbarkeit auf diese Zeit zurück. Ich durfte nicht nur tänzerisch und künstlerisch unheimlich viel lernen, sondern mich auch persönlich weiterentwickeln. Ich habe so viele inspirierende Menschen kennengelernt und Erfahrungen in einer Stadt gesammelt, die sich in den vergangenen Monaten wie ein Zuhause für mich angefühlt hat.

Abschließend kann ich nur sagen, dass ich jedem empfehlen kann, eine solche Möglichkeit zu nutzen, wenn sie sich bietet. Es ist eine Erfahrung, die einen nicht nur fachlich und künstlerisch, sondern auch persönlich so stark wachsen lässt und den eigenen Horizont ein Stückchen erweitert.Ein ganz besonderer Dank gilt dem Erasmus+-Programm, der Athanor Akademie sowie der Dancemotion, die diese Erfahrung überhaupt möglich gemacht haben.